Druckverfahren ganz wie vor 175 Jahren

Die Cyanotypie, eine Drucktechnik aus dem Jahr 1842 und vom englischen Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel entwickelt. Das Verfahren der Cyanotypie ist oben im blauen Serienbild zu sehnen. Bei diesem Prozeß, der auch Blaudruck genannt wird, handelt es sich um eine monochrome Fototechnik, die auf Eisen und nicht auf Silber beruht welche sonst bei der herkömmlichen Herstellung von Fotoabzügen verwendet wurde. Die Negative werden zu diesem Zweck in einem Kopierrahmen zusammen mit dem vorbehandelten Papier einige Zeit in der Sonne belichtet und anschließend in der Dunkelkammer ausgewaschen. Das Ergebnis sind Prints mit eben diesem einzigartigen und markantem Farbton während gleichzeitig auch verschiedenste Tonungen vorgenommen werden können.

Das VanDykeBrown Printing ist ebenfalls eine frühe fotografische Drucktechnik und einst bekannt als Brown oder Sepia Printing.
Man schließt heute im allgemeinen darauf, daß die Herkunft des Namens „Van Dyke Brown“ dem flämischen Barockmaler Anthony van Dyck (1599-1641) entsprang. Die Erklärung ist recht simpel. Der typische Braunton des van Dyke Prints entspricht wohl dem, der oft in den genannten flämischen Barockgemälden zusehen ist. Allerdings gibt es auch die These, daß unser Braundruck um 1939 irrtümlich Frederic Reginald Vandyke zugeschrieben wurde. Nun, die erst genannte Herkunft hört sich wohl überzeugender an aber wie es auch immer gewesen sein mag, ist das Ergebnis doch das was heute noch beeindruckt. Das Verfahren basiert auf dem ersten Eisen-Silber-Verfahren, auf der sogenannten Argentotypie. Der Erfinder heißt, wie auch bei der Cyanotypie, Sir John Frederic William Herschel (1792-1871). Obwohl es auch hier vermutlich andere Quellen gibt wie z.B. über Robert Hunt (1807-1887) der 1839 bzw. 1841 ähnliche Forschungen betrieben hat. Eines darf jedoch getrost behauptet werden, die Fotografie und dessen Druckverfahren standen in den Startlöchern und wollten zu jener Zeit unbedingt entdeckt werden.